Open Badges 3.0: What Is the Status in 2026?

Die Unterschiede zwischen Open Badges 2.0 und 3.0 verstehen und warum die meisten Plattformen für digitale Zertifikate weiterhin auf den 2.0 Standard setzen

March 24, 2026
5 min
|   von
Nils Wegner

Warum Open Badges weiterhin für digitale Zertifikate wichtig sind

Open Badges sind einer der am weitesten verbreiteten offenen Standards für digitale Zertifikate. Sie ermöglichen es Organisationen, Badges auszustellen, die strukturierte Metadaten enthalten und online verifiziert werden können. Anstatt eine einfache PDF oder PNG Datei zu versenden, enthält das Zertifikat Informationen über den Aussteller, den Empfänger und die erbrachte Leistung.

Für Bildungsanbieter und Trainingsorganisationen ist das essenziell. Ein Zertifikat sollte nicht nur professionell aussehen. Es sollte auch einfach zu verifizieren sein und von Arbeitgebern, Institutionen und Partnern als vertrauenswürdig angesehen werden.

Typische Beispiele sind:

  • Universitäten, die Zertifikate für Online Kurse ausstellen
  • Trainingsanbieter, die Badges für abgeschlossene Programme vergeben
  • Anbieter beruflicher Weiterbildung, die Compliance Schulungen dokumentieren

Da Open Badges einer gemeinsamen Spezifikation folgen, können Zertifikate plattformübergreifend verstanden und verifiziert werden. Diese Interoperabilität ist einer der Hauptgründe, warum sich Open Badges als weit verbreiteter Standard für digitale Zertifikate etabliert haben.

Wenn Sie verstehen möchten, wie Metadaten, Ausstellung und Verifizierung in der Praxis funktionieren, bietet dieser Artikel eine detailliertere Erklärung: Open Badges 2.0

Open Badges 2.0. Der weit verbreitete Standard

Open Badges 2.0 ist seit vielen Jahren der dominierende Standard. Er definiert, wie ein digitales Badge seine Metadaten speichert und wie diese Informationen verifiziert werden können.

Ein typisches Open Badges 2.0 Zertifikat enthält strukturierte Daten wie:

  • Informationen zum Aussteller
  • Identifikation des Empfängers
  • Ausstellungsdatum
  • Kriterien für den Erwerb des Badges
  • optionale Nachweise der erbrachten Leistung

In den meisten Implementierungen verweist das Badge auf eine Verifizierungsseite, auf der jeder die Echtheit des Zertifikats überprüfen kann.

Für viele Organisationen funktioniert dieser Ansatz sehr gut. Ein Trainingsanbieter, der jährlich tausende Zertifikate ausstellt, benötigt vor allem drei Dinge:

  • zuverlässige automatisierte Ausstellung
  • klare Verifizierung für Arbeitgeber oder Regulierungsstellen
  • einfache Sharing Optionen für Teilnehmer

Open Badges 2.0 unterstützt all diese Anforderungen. Das ist einer der Hauptgründe, warum es weiterhin der am weitesten verbreitete Standard auf vielen Credential Plattformen ist.

Was sich mit Open Badges 3.0 verändert hat

Open Badges 3.0 führt eine grundlegende architektonische Veränderung ein. Der Standard ist nun an das W3C Verifiable Credentials Datenmodell angepasst. Dadurch wird Open Badges mit einem breiteren Ökosystem aus digitaler Identität und verifizierbaren Credentials verbunden.

Die neue Version fokussiert sich auf stärkere kryptografische Verifizierung und eine bessere Portabilität von Zertifikaten.

Zentrale Verbesserungen sind:

  • Unterstützung für kryptografisch signierte Credentials
  • Kompatibilität mit Verifiable Credentials Frameworks
  • Integration mit digitalen Identitäts Wallets
  • bessere Unterstützung für dezentrale Identifikatoren

In der Praxis bedeutet das, dass Zertifikate portabler und sicherer werden können. Anstatt sich hauptsächlich auf gehostete Verifizierungsseiten zu verlassen, kann das Zertifikat selbst einen kryptografischen Nachweis der Echtheit enthalten.

Dieser Ansatz ist besonders relevant für Ökosysteme, in denen digitale Identität, Credential Wallets und dezentrale Verifizierung eine größere Rolle spielen.

Open Badges 2.0 vs 3.0. Die praktischen Unterschiede

Aus praktischer Sicht liegt der Unterschied zwischen den beiden Versionen nicht in der Qualität. Beide Standards sind darauf ausgelegt, vertrauenswürdige digitale Zertifikate zu unterstützen. Der Hauptunterschied liegt im technischen Ansatz.

Open Badges 2.0 fokussiert sich auf bewährte Ausstellungs und Verifizierungsprozesse.

Typische Eigenschaften sind:

  • JSON basierte Badge Metadaten
  • gehostete Verifizierungsseiten
  • hohe Plattformkompatibilität
  • einfache Implementierung für Credential Anbieter

Open Badges 3.0 fokussiert sich stärker auf die Zukunft digitaler Identität.

Zentrale Eigenschaften sind:

  • Ausrichtung an Verifiable Credentials Standards
  • kryptografische Signaturen
  • Wallet Kompatibilität
  • Integration in dezentrale Identitätssysteme

Für viele Bildungsanbieter sind die unmittelbaren Vorteile von 3.0 aktuell noch nicht zwingend notwendig. Ihr Hauptziel bleibt eine zuverlässige Ausstellung und einfache Verifizierung von Zertifikaten.

Der aktuelle Stand von Open Badges 3.0 im Jahr 2026

Open Badges 3.0 wurde bereits eingeführt und stellt die langfristige Weiterentwicklung des Standards dar. Die Verbreitung in der Praxis entwickelt sich jedoch noch.

Im Jahr 2026 ist Open Badges 2.0 weiterhin der am weitesten verbreitete und akzeptierte Standard für die Ausstellung digitaler Badges und Zertifikate.

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • viele bestehende Plattformen basieren auf Open Badges 2.0
  • der Standard deckt bereits die Kernanforderungen der meisten Aussteller ab
  • viele Anwendungsfälle erfordern noch keine Identity Wallets oder dezentrale Verifizierung

Für Bildungsanbieter bedeutet das Folgendes. Open Badges 3.0 ist ein wichtiger technologischer Schritt und wird in Zukunft wahrscheinlich an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig bildet Open Badges 2.0 weiterhin die Grundlage für die meisten realen Credential Programme.

Organisationen, die digitale Zertifikate ausstellen, sollten daher die Weiterentwicklung des Standards im Blick behalten und sich gleichzeitig auf das konzentrieren, was heute entscheidend ist. Zuverlässige Ausstellung, klare Verifizierung und eine gute Nutzererfahrung für Teilnehmer und Arbeitgeber.

Fazit

Open Badges 3.0 ist technisch die weiterentwickelte Version des Standards in einer idealen Welt. Es baut auf allem auf, was Open Badges 2.0 bereits bietet, aber die Realität ist: Digitale Identitäts Wallets, DID Infrastruktur und VC basierte Verifizierungssysteme befinden sich noch in der Weiterentwicklung. Die Interoperabilität, die 3.0 verspricht, ist nur so gut wie das Ökosystem dahinter. In vielen Branchen und Regionen ist dieses Ökosystem noch nicht ausreichend entwickelt.

Gleichzeitig ist Open Badges 2.0 im Jahr 2026 weiterhin der am weitesten verbreitete und akzeptierte Standard in realen Credential Programmen. Viele Bildungsanbieter verlassen sich weiterhin darauf, da es bereits eine zuverlässige Ausstellung, Verifizierung und das Teilen digitaler Zertifikate ermöglicht.

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* Sie können die Organisations-ID in der URL finden, wenn Sie als Administrator auf Ihre LinkedIn-Unternehmensseite zugreifen.

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